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Main-Limes-Realschule Obernburg

beeindruckende Theaterabende

https://www.main-echo.de/regional/kreis-miltenberg/art490823,6020407

 

Ab in die Offline-Heilanstalt

Main-Limes-Realschüler spielen Theater


Die Sze­ne­rie dürf­te je­dem be­kannt sein: Pas­san­ten, die beim Sch­len­dern auf ihr Smart­pho­ne star­ren. Auf der Thea­ter­büh­ne der Obern­bur­ger Main- Li­mes-Real­schu­le sind es gleich sie­ben sol­cher Pro­ta­go­nis­ten, die noch da­zu ge­gen ei­ne Stra­ßen­la­ter­ne don­nern.

Rasch stellt sich heraus, dass diese Jugendlichen allesamt ein Problem mit ihrem Smartphone- Konsum haben und sie werden aus verschiedenen Gründen in die Heilanstalt "Offline" eingewiesen. Dort müssen sie auf Anweisung der drei – ebenfalls auf irgendeine Art gestörten – Ärzte ihr Gerät in eine Kiste packen.

Es erinnert doch an die eigenen Teenager zuhause, wie sich alle mit Erklärungen winden, um dies zu verhindern "Aber ich muss doch noch ein Selfie machen", "ich muss grad noch das Level fertig spielen" oder "Oh mein Gott, der soundso hat ein neues Video gepostet." Eben wie Rektorin Katja Wehner-Theinert in ihrer Begrüßung sagte: "Man bekommt einen Spiegel vorgehalten." Schließlich sorgt ein (vorgetäuschter) Notfall in (absichtlich?) geschlossenen Räumen dafür, das sich die Patienten auf ihre Stärken besinnen und sich anfreunden bzw. standesgemäß am Ende eine Whats-App-Gruppe gründen.

Lach-Flash weggeatmet

Das Theaterstück "Smombies" von Volker Zill punktet nicht nur mit dem aktuellen Bezug zu den mediensüchtigen Minderjährigen, sondern auch damit, dass die Rollen sehr authentisch sind, einen gewissen Improvisationsspielraum und dadurch außergewöhnliche Spielfreude zulassen. Aufkommende "Lach-Flashs" wurden von den Darstellern professionell weggeatmet, das Publikum lachte dafür umso mehr. 90 Stunden seien geprobt worden, 40 Textseiten einstudiert: "Das habt ihr toll gemacht" lobte Wahlfachleiter Johannes Hennrich am Ende und bedankte sich bei allen Helfern.

Die Kinder aus der fünften Klasse, die sich als Profilfach für das Fach Theater entschieden hatten, standen zuvor mit ebensolcher Textsicherheit und Präsenz auf der Bühne mit ihrer selbst erfundenen und sehr originellen Kriminalkomödie: "Der blumenpflückende Mann." Ein Gemälde von Picasso wird bei einer Feier entwendet, doch – wie sich herausstellt – nur um vom Austausch eines Testaments abzulenken, in dem der "Täter" nicht vorkommt. Die Namen der verdächtigen Personen waren nicht rein zufällig fast identisch mit denen einiger Lehrer. Auch dass die Handlung in Obernburg spielte, bewirkte sehr lustige Momente. "Die Kinder hatten sehr viel Text für ihr Alter zu lernen, das haben sie super gemacht", lobte Spielleiterin Heidi Margareta Fink. Das Publikum bedachte beide – im Übrigen kostenlosen – Vorführungen mit lang anhaltendem Applaus.

Patricia Pitz
 
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